… ihnen folgende Veranstaltungen im Februar und März präsentieren zu dürfen:
05.Februar 2010
Dr. Gerhard Scheit stellt sein neues Buch vor:
“Der Wahn vom Weltsouverän – Zur Kritik des Völkerrechts”
Der Wahn vom Weltsouverän untergräbt den westlichen Begriff des Souveräns wie er Israel als Widersacher des ewigen Friedens der Völker attackiert. Wenn dagegen der Judenstaat das Leben derer verteidigt, die unausgesetzt der antisemitische Haß bedroht, verteidigt er zugleich jenen Begriff. Es bleibt das Staunen, mit welcher Bestimmtheit die Erkenntnisse von Hobbes, Marx und Freud die Denunziation des Wahns explizieren können, die Israels Defense Forces täglich in die Praxis umsetzen müssen. Ihm verdankt sich dieses Buch.
Im Anschluss wird es am 06.Februar ein Tagesseminar mit Gerhard Scheit zu seinem neuen Buch geben.
Anmelden kann man sich über salondelacritique@web.de
Ihr erfahrt dann den Beginn und en Ort des Seminars. Das Seminar wird ca. 10 Euro kosten. Für Schüler und Studenten gibt es eine Ermäßigung. Wer einen Schlafplatz brauchen sollte kann sich unter unserer E-Mail melden.
05.März 2010
Dr. Ingo Elbe referiert über:
Privateigentum – “tief im Wesen des Menschen” begründet? Zur Entstehung und Kritik des bürgerlichen Eigentumsbegriffs.
Der Begriff des Privateigentums ist einer der zentralen Begriffe, auf dem die moderne Gesellschaft ihr Selbstverständnis aufbaut. Privateigentum wird als „dem“ Menschen angemessene Aneignungs- und Rechtsform von Gütern begriffen – die bürgerliche Gesellschaft damit als vernünftig und dem Wesen des Menschen angemessene legitimiert. Die bei weitem einflussreichste Fassung, ja die Begründung des modernen Privateigentumsbegriffs findet sich in der 1689 veröffentlichten Zweiten Abhandlung über die Regierung von John Locke. Locke leitet das Recht auf Privateigentum aus dem Wesen des Menschen ab, genauer: aus der „Vermischung“ seiner Fähigkeiten mit Sachgütern durch Arbeit. Privateigentum wird damit erstmals in der politischen Ideengeschichte systematisch als vorsoziales Rechtsinstitut begründet und damit dem aufstrebenden Bürgertum eine nachhaltige Legitimationsgrundlage geschaffen, die noch im BGB nachwirkt. Auch viele Kritiken am Kapitalismus wurden von dieser „Arbeitstheorie des Eigentums“ geprägt („Eigentum (der Ausbeuter) ist Diebstahl“, „Recht auf den vollen Arbeitsertrag“ usw.). Der Vortrag soll Lockes Ansatz in seinen Grundzügen und ideengeschichtlichen Konstellationen vorstellen und einer Kritik unterziehen. Die Widersprüche des ökonomischen Liberalismus sollen dabei ebenso deutlich werden, wie die gemeinsamen (falschen) Grundlagen, die viele linke Eigentumstheorien mit ihrem liberalen Widerpart teilen.
Am folgenden Tag dem 06.März wird es mit Ingo Elbe ein Tagesseminar geben zum Thema “Lesearten der Marxschen Theorie”.
Anmeldung unter slaondelacritique@web.de. Das Seminar wird 10 Euro kosten, für Schüler nd Studenten wird es eine Ermäßigung geben. Zeit und Ort werdet ihr nach eurer Anmeldung erfahren.
